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Die Geschichte der Ortsgemeinde Katzwinkel (Sieg)

Es ist nicht mehr nachzuweisen ob der Ort, so wie die angrenzenden Regionen in der Frühzeit entstanden sind. Es ist allerdings anzunehmen, so wie aus alten Landkarten und Schriften zu ersehen, dass dieses Gebiet in der Vorgeschichte von endlosen Waldflächen bedeckt war. Die ersten Spuren, die auf menschliches Siedeln hindeuten, führen uns zum Volksstamm der Kelten.
Schon 2000 v. Chr. sollen die Kelten im Rheinland gelebt haben. Keltischen Ursprungs sind auch die Namen Sieg, Sayn, Lahn und Westerwald. Auch aus der Keltenzeit stammen die Überreste der sogenannten Wall- oder Fliehburgen die auf steilen Berghöhen angelegt waren. So wurde von Zeitzeugen erzählt, dass man bei Rodungsarbeiten in den 20er Jahren des 19th Jh. auf dem westlichen Bergrücken zum Siegtal gelegene Mauerreste ausgegraben hatte. Es wurde zu dieser Zeit davon gesprochen, dass diese Reste aus der Zeit der Chatten herrühren, es wurde sogar die Frage gestellt ob dadurch der Name „Katzwinkel" entstanden wäre.

In der Mitte des 20th Jh. wurde im Wildenburger Land ein Getreidereibstein der aus der La Tene Zeit stammt gefunden. Nicht weit vom Ort Wippe entfernt sind Überreste einer Wahl- oder Fliehburg, eine für Kelten typische Schutzanlage gefunden worden. Da die Kelten auch Krieg führten, ihre Waffen durch die Eisenerzgewinnung aus Erz hergestellt wurden, ist anzunehmen, dass in unserem Gebiet schon von den Kelten Erz gewonnen wurde. In unserem Raum, in den Flusstälern der Sieg, Wied und Nister siedelten vor allem der Stamm der Sigamber, weiter östlich der Stamm der Chatten und im Unterlauf der Sieg die Usipeter an.

Aus diesen westgermanischen Stämmen entwickelte sich in der „ Zeit der großen Volkswanderung „ die Franken, welche später die Grundlage für das Fränkische Reich unter König Clodwig bildeten. Mit ihm (482- 511 n. Chr.) veränderte sich auch die Grundbesitzverteilung. Während in der germanischen Zeit jedermann das von ihm bebaute Land sein eigen nennen durfte, konnte man nach fränkischen Recht kein Land mehr ohne ausdrückliche königliche Verleihung erwerben. Damit war der Grundstein für das jahrhundertelang währende Lehnwesen gelegt