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Geschichte

Besiedlung

Die frühere "Blickhauserhöhe" (am 01.03.1986 in Mittelhof umbenannt) genannte Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Wissen hat eine flächenmäßig große Abdeckung.

Zu welchem Zeitpunkt die Besiedlung hier begonnen hat, ist nicht genau feststellbar. Die germanischen Stämme der Osen und Quaden ließen sich hier teilweise nieder. Auch heute erinnern die Weiler "Quadenhof" und "Osenbach" an diese Zeit. Im Jahre 1811 tauchten zum ersten Mal konkrete Zahlen über die Besiedlung der ehemaligen Gemeinde Blickhauserhöhe auf. Damals lebten in 25 Wohnungen insgesamt 284 Einwohner.

Bergbaugebiet Grube "Friedrich" und Grube "Rasselskaute"

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts besaß die Gemeinde 2 Bergbaubetriebe, die Grube „Friedrich“ und die Grube „Rasselskaute“.

In der Grube „Friedrich“ wurde Eisenstein und in der Grube „Rasselskaute“ Kupfererz gefördert. Etwa in den vierziger Jahren wurde eine dritte Grube mit dem Namen „Eisengarten“ ins Leben gerufen. Jedoch wurde sie 1892 aufgrund baufälliger Grubenschächte und einer zu geringen Ausbeute an Eisenerz stillgelegt. Vier Jahre zuvor wurde auch die Grube „Rasselskaute“ stillgelegt. Jedoch sank die Förderung in den Jahren des 1. Weltkrieges enorm. 1931 folgte dann die Stilllegung der Grube „Friedrich“. 6 Jahre später wurde die Grube wieder in Betrieb genommen. In wirtschaftlicher Hinsicht konnte die Gemeinde wieder aufatmen. Denn auch die Grube „Rasselskaute“ wurde im gleichen Jahr wieder in Betrieb genommen.

Siebzehn Jahre wurde in der Grube „Friedrich“ wieder Eisenstein gefördert, dann folgte die erneute Stilllegung. 1964 wurde auch die Grube „Rasselskaute“ erneut stillgelegt.

Barbarafenster in der Mittelhofer Kirche erinnert an Bergbau

Noch heute erinnert das Barbarafenster in der Mittelhofer Kirche an den Bergbau. Es wurde am 18. Juli 1897 von einem Dechanten aus Oberlahr eingeweiht. Erst nach 22 Jahren erhielt die Ortsgemeinde einen eigenen Geistlichen. Zudem wurde 1929 der Grundstein zu einem Jugendheim gelegt. Dieses wurde vier Jahre später unter der Teilnahme von zweitausend Jugendlichen eingeweiht. Somit ist es das älteste Jugendheim im Kreis Altenkirchen.

Bildung und Förderung der Jugendlichen

Damit auch die Jugendlichen gefördert und gebildet wurden, erteilte zu Beginn des 19. Jahrhunderts immer in den Wintermonaten ein des Lesen und Schreibens Erfahrener abwechselnd in den guten Stuben der Höfe Únterricht.

1853 wurde dann endlich ein altes Bauernhaus in ein Schullokal umgebaut. Zwei Lehrer wurden eingestellt.

1903 wurde auch die Schulen in Steckenstein und in Blickhausen fertiggestellt. In Steckenstein fanden zwei Klassen Unterkunft und in Blickhausen die Klassen 1-4. Dennoch wurden beide Schulen ab 1972 geschlossen. Die Jugendlichen mussten von nun an nach Wissen oder Schönstein zur Schule gehen.

Förderung für behinderte Menschen

Behinderte Menschen werden in der Ortsgemeinde Mittelhof stark gefördert. Seit 1971 bietet das ehemalige Freizeitheim der Grube "Friedrich" Domizil für geistig Behinderte aller Altersstufen.

Mobilheimpark

Um 1981 entstand der Mobilheimpark. Seit 2009 ist er als "Sondergebiet Wohn- und Wochenendhausgebiet" ausgezeichnet.