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Die Geschichte der Stadt Wissen

Die Stadt Wissen findet erstmals in einer Urkunde des Staatsarchivs Hannover im Jahre 913 Erwähnung.

Auf Veranlassung der Auelgaugrafen wurden im Jahre 1048 ein Siedlungsbezirk am Rande der Kölner Erzdiözese durch Rodung von Wäldern erschaffen und "Wisnerofanc" genannt. Im Jahre 1176 wurde die Grundherrschaft auf die Herren von Aremberg, Burggrafen von Köln übertragen. Nach deren Ableben im Jahre 1281 wurde das Kirchspiel Wissen linksseitig der Sieg, zusammen mit dem Schloss Schönstein, durch das Erzstift Köln als erledigtes Lehen eingezogen. Im Jahre 1815 wurden die beiden Teile des Kirchspiels unter preußischer Herrschaft vereinigt, was die heutigen Grundzüge der Stadt Wissen zur Folge hatte.

Aufgrund der erheblich verbesserten infrastrukturellen Gegebenheiten im 19. Jahrhundert (Bau von Eisenbahntrassen, Ausbau von Straßen), siedelten sich die ersten Industriebetriebe in der Siegstadt an. Die Wirtschaft der Stadt Wissen war im 19. Jahrhundert vorwiegend monostrukturell durch den Eisenerzabbau geprägt. Als Folge bildete die Montanindustrie durch die Eröffnung des Kalt- und Warmwalzwerkes der Firma Krupp-Hoesch einen gewerblichen Entwicklungsschwerpunkt. Die hohen Förderkosten des Eisenerzes machten dessen Förderung unrentabel, sodass Mitte der sechziger Jahre das letzte Bergwerk im Wisserland schloss. Im Jahre 1993 wurde auch das einst größte Stahlwerk Europas, das zu Spitzenzeiten mehr als 2.500 Arbeiter beschäftigte, stillgelegt. Auf dem ehemaligen Werksgelände hat sich ein Transport- und Logistikunternehmen angesiedelt. Des weiteren wurde durch die Stadt Wissen ein attraktives Gewerbegebiet erschlossen, auf dem sich eine Anzahl von mittelständigen Betrieben angesiedelt hat.

Von wesentlicher Bedeutung für den Gewerbestandort Wissen sind unter anderem namhafte ortsansässige Firmen, die im Bereich der Schweißmaschinentechnik und des Containerbaus europaweit tätig sind, sodass sich in deren Umfeld eine Vielzahl von kleineren innovativen Unternehmen angesiedelt hat. Neben dem Ausbau der Wirtschaftsstruktur wurde ein Augenmerk auf die Weiterentwicklung des Fremdenverkehrs gelegt, um den Freizeitwert des Wisserlandes auszubauen. Im Jahre 1971 wurde der Stadt Wissen der Titel des staatlich anerkannten Luftkurortes zugesprochen. Die Stadt Wissen legt großen Wert auf internationale Verbindungen und pflegt seit dem 06.10.1968 eine Städtepartnerschaft mit Chagny (Burgund, Frankreich), seit dem 28.05.1983 mit Letchworth Garden City (Hertfordshire, England) und seit dem 27.05.2000 mit Krapkowice (Oberschlesien, Polen).